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Next.js für Unternehmenswebsites: Was steckt dahinter?
Next.js taucht immer häufiger in Angeboten auf. Was das Framework ist, warum es schnelle Websites ermöglicht und für welche Unternehmen sich der Weg lohnt.
Kurz beantwortet
Next.js ist ein Framework, mit dem Entwickler Websites auf Basis von React bauen. Es erzeugt Seiten vorab oder auf dem Server, sodass Besucher und Suchmaschinen fertiges HTML erhalten. Das ermöglicht sehr schnelle Ladezeiten, freie Gestaltung und individuelle Funktionen. Inhalte werden über Dateien oder ein angebundenes Redaktionssystem gepflegt, nicht über eine fertige Oberfläche wie bei WordPress.
Was Next.js ist
Next.js ist ein Open-Source-Framework, das vom Unternehmen Vercel entwickelt wird. Es baut auf React auf, einer verbreiteten Bibliothek für Benutzeroberflächen. Ein Framework ist kein fertiges Produkt, sondern ein Werkzeugkasten für Entwickler: Die Website wird programmiert, nicht in einer Oberfläche zusammengeklickt.
Der Unterschied zu einem klassischen CMS ist grundlegend. Bei WordPress gibt es eine fertige Software mit Verwaltung. Bei Next.js entsteht die Website individuell, und für die Pflege der Inhalte wird bei Bedarf ein Redaktionssystem angebunden. Was ein CMS ist, erklärt der Artikel Was ist ein CMS?.
Wie Next.js Seiten ausliefert
- StatischVorab erzeugt
- Seiten werden beim Veröffentlichen einmal erzeugt und als fertige Dateien ausgeliefert. Besonders schnell und sicher, ideal für Unternehmensseiten, die sich selten ändern.
- ServerseitigBei jedem Aufruf
- Seiten werden beim Aufruf auf dem Server erzeugt, etwa wenn sie aktuelle Daten zeigen.
- InkrementellRegelmäßig erneuert
- Vorab erzeugte Seiten werden in festen Abständen oder bei Änderungen im Hintergrund erneuert.
In allen drei Fällen erhalten Besucher und Suchmaschinen fertiges HTML. Das ist wichtig, weil viele Crawler, auch die von KI-Systemen, kein JavaScript ausführen. Mehr dazu im Artikel Technisches SEO.
Die Vorteile für Unternehmen
- Tempo: Ausgeliefert wird nur, was die Seite braucht. Sehr gute Werte bei den Core Web Vitals sind gut erreichbar.
- Gestaltungsfreiheit: Keine Grenzen durch ein Theme. Jede Idee lässt sich so umsetzen, wie sie gedacht ist.
- Sicherheit: Bei vorab erzeugten Seiten gibt es keine öffentlich erreichbare Verwaltung und keine Datenbank, die angegriffen werden kann.
- Individuelle Funktionen: Anbindungen an CRM, Buchungssysteme oder eigene Datenquellen lassen sich sauber integrieren.
Was man wissen sollte
- Pflege der Inhalte: Ohne angebundenes Redaktionssystem braucht jede Textänderung einen Entwickler.
- Entwickler nötig: Für Änderungen an Aufbau und Funktionen braucht es Kenntnisse in React und Next.js.
- Höherer Aufwand zu Beginn: Eine individuelle Entwicklung ist meist aufwendiger als eine angepasste Vorlage.
Wie Inhalte gepflegt werden
| Weg | Geeignet für | Pflege durch |
|---|---|---|
| Dateien im Projekt | Seiten, die sich selten ändern | Entwickler |
| Headless CMS | regelmäßige Inhalte, mehrere Redakteure | Team des Unternehmens in eigener Oberfläche |
| Mischform | feste Seiten plus Neuigkeiten oder Projekte | beide |
Hosting
Next.js-Websites laufen besonders einfach bei Vercel, dem Unternehmen hinter dem Framework, aber auch bei anderen Anbietern oder auf eigenen Servern. Rein statisch erzeugte Seiten lassen sich sogar auf klassischem Webhosting ausliefern. Wichtig für Unternehmen in Deutschland: Beim Hosting auf Diensten außerhalb der EU sollte der Datenschutz geprüft und vertraglich geregelt sein.
Wann Next.js sich lohnt
Next.js lohnt sich, wenn Ladezeit, Gestaltungsfreiheit oder individuelle Funktionen wichtig sind und die Pflege der Inhalte geklärt ist. Wenn ein Team täglich selbst Inhalte einstellen will und Standardfunktionen genügen, ist WordPress oft der einfachere Weg. Den Vergleich zeigt der Artikel WordPress oder Next.js?.
Wie KKM-Design Next.js einsetzt
Häufige Fragen
Ist Next.js gut für SEO?
Ja, weil es fertiges HTML ausliefert und schnelle Ladezeiten erleichtert. Gute Rankings entstehen trotzdem erst durch gute Inhalte, saubere Struktur und Signale von außen.
Kann ich Inhalte in Next.js selbst ändern?
Mit einem angebundenen Redaktionssystem ja, über eine eigene Oberfläche. Ohne ein solches System sind Änderungen Sache des Entwicklers.
Was kostet das Hosting?
Das hängt von Anbieter und Besucherzahl ab. Für kleine Unternehmenswebsites gibt es günstige Möglichkeiten, rein statische Seiten lassen sich auch auf klassischem Webhosting betreiben.
Kay Strack · Webdesigner und Cloud Engineer · KKM-Design