SEO · Werkzeuge
Google Search Console: Einrichtung und die wichtigsten Berichte
Kein anderes Werkzeug sagt so direkt, wie Google eine Website sieht, und es kostet nichts. Eine Anleitung für Einrichtung und die vier Berichte, die für Unternehmen den größten Nutzen haben.
Kurz beantwortet
Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google, das zeigt, wie eine Website in der Google-Suche abschneidet. Sie meldet, bei welchen Suchanfragen die Seite erscheint, wie oft sie angeklickt wird, welche Seiten im Index stehen und wo technische Fehler auftreten. Zur Einrichtung wird die Website per DNS-Eintrag oder Datei bestätigt.
Die Search Console einrichten
Anmelden
Unter search.google.com/search-console mit einem Google-Konto anmelden, am besten mit einem Konto, das dem Unternehmen gehört und nicht einer einzelnen Agentur.
Property-Typ wählen
„Domain“ erfasst alle Varianten einer Domain, mit und ohne www, http und https. „URL-Präfix“ erfasst nur genau eine Variante. Für die meisten Unternehmen ist „Domain“ die bessere Wahl.
Bestätigen
Bei „Domain“ wird ein TXT-Eintrag im DNS beim Domainanbieter hinterlegt. Bei „URL-Präfix“ geht es auch per HTML-Datei oder Meta-Tag.
Sitemap einreichen
Unter „Sitemaps“ die Adresse der Sitemap eintragen, meist
/sitemap.xml.Weitere Nutzer hinzufügen
Unter „Einstellungen“ und „Nutzer und Berechtigungen“ können Agentur oder Mitarbeitende Zugriff erhalten, ohne dass Sie Ihr Konto teilen.
Bericht „Leistung“: Wie wird die Seite gefunden?
Der wichtigste Bericht. Er zeigt für einen gewählten Zeitraum vier Werte:
- KlicksBesuche aus der Suche
- Wie oft jemand in den Suchergebnissen auf Ihre Seite geklickt hat.
- ImpressionenEinblendungen
- Wie oft Ihre Seite in den Ergebnissen angezeigt wurde, auch wenn niemand geklickt hat.
- CTRKlickrate
- Klicks geteilt durch Impressionen. Eine niedrige Klickrate bei vielen Impressionen deutet oft auf einen schwachen Titel oder eine unpassende Beschreibung hin.
- PositionDurchschnitt
- Die durchschnittliche Position in den Ergebnissen. Ein Durchschnitt über viele Suchanfragen, keine feste Platzierung.
Besonders aufschlussreich ist die Ansicht „Suchanfragen“: Sie zeigt, mit welchen Begriffen Menschen Ihre Seite tatsächlich finden. Oft sind das andere, als man erwartet. Diese Liste ist eine der besten kostenlosen Quellen für die Keyword-Recherche.
Bericht „Seiten“: Was steht im Index?
Unter „Indexierung“ und „Seiten“ zeigt die Search Console, wie viele Seiten indexiert sind und warum andere nicht. Nicht jede nicht indexierte Seite ist ein Problem: Weiterleitungen, absichtlich ausgeschlossene Seiten und Varianten mit Canonical tauchen dort ebenfalls auf. Wichtig ist, ob die Seiten fehlen, die gefunden werden sollen. Wie man die Gründe liest, erklärt der Artikel Warum wird meine Seite nicht indexiert?
Die URL-Prüfung: eine Seite im Detail
Oben in der Suchleiste lässt sich jede Adresse der eigenen Website prüfen. Die Search Console zeigt dann, ob die Seite im Index ist, wann sie zuletzt gecrawlt wurde, welche Adresse Google als kanonisch ansieht und ob es Probleme gab. Nach einer Änderung kann man hier die Indexierung beantragen. Das beschleunigt den Abruf, garantiert aber keine Aufnahme.
Bericht „Core Web Vitals“: Wie schnell ist die Seite?
Dieser Bericht beruht auf Messungen echter Besucher mit Chrome. Er zeigt, ob Seiten schnell laden, schnell auf Eingaben reagieren und beim Laden nicht springen. Bei kleinen Websites mit wenig Besuchern bleibt er oft leer, weil zu wenige Messdaten vorliegen. Was hinter den Werten steckt, erklärt der Artikel Technisches SEO.
Daten richtig lesen
- Die Daten kommen mit Verzögerung. Meist sind die letzten zwei bis drei Tage noch nicht vollständig.
- Zeiträume vergleichen, nicht Tage. Einzelne Tage schwanken stark. Aussagekräftig sind Vergleiche über Wochen oder Monate.
- 16 Monate Verlauf. Ältere Daten löscht Google. Wer langfristig vergleichen will, sollte regelmäßig exportieren.
- KI-Übersichten sind enthalten. Klicks aus den KI-Übersichten von Google zählen zu den normalen Daten, einen eigenen Filter gibt es bisher nicht.
Wie KKM-Design die Search Console nutzt
Häufige Fragen
Kostet die Search Console etwas?
Nein, sie ist kostenlos. Sie brauchen nur ein Google-Konto und Zugriff auf die Domain, um die Website zu bestätigen.
Warum weichen die Zahlen von meiner Webanalyse ab?
Die Search Console zählt Klicks in der Google-Suche, eine Webanalyse zählt Besuche auf der Website. Dazu kommt, dass viele Webanalysen nur Besucher erfassen, die Cookies zugestimmt haben. Beide Zahlen messen also Verschiedenes.
Wer sollte Inhaber der Search Console sein?
Das Unternehmen selbst. Agenturen und Dienstleister bekommen Zugriff als Nutzer. So bleiben die Daten beim Unternehmen, auch wenn der Dienstleister wechselt.
Kay Strack · Webdesigner und Cloud Engineer · KKM-Design