GEO und AEO · Anleitung
Inhalte für KI-Suchsysteme strukturieren: eine Anleitung
Eine Seite, die Menschen gut verstehen, verstehen auch Maschinen gut. Mit ein paar Regeln zu Gliederung, Antworten und Auszeichnung wird daraus eine Seite, die sich zitieren lässt.
Kurz beantwortet
Inhalte für KI-Suchsysteme strukturiert man so, dass jeder Abschnitt eine Frage beantwortet: Überschrift als Frage oder klare Aussage, die Antwort im ersten Satz, danach Begründung und Beispiel. Dazu kommen Listen und Tabellen, wo sie passen, eindeutige Angaben zu Unternehmen und Autor und strukturierte Daten, die genau den sichtbaren Inhalt beschreiben.
Das Grundprinzip: ein Abschnitt, eine Frage
KI-Systeme zerlegen eine Seite in Abschnitte und wählen den aus, der eine Frage am besten beantwortet. Ein Abschnitt ist dann gut, wenn er für sich allein verständlich ist. Daraus folgt die wichtigste Regel für den Aufbau: Jeder Abschnitt behandelt genau eine Frage und beantwortet sie gleich zu Beginn.
Das ist keine Sonderregel für Maschinen. Menschen lesen am Bildschirm ebenso: Sie überfliegen Überschriften, lesen den ersten Satz und entscheiden dann, ob sie weiterlesen.
Der Aufbau einer gut strukturierten Seite
Eine H1, die sagt, worum es geht
Nicht „Willkommen“, sondern „Badsanierung in Augsburg“ oder „Was kostet eine Badsanierung?“. Es gibt genau eine H1 pro Seite.
Eine Kurzantwort oder Kernaussage
Direkt unter der Überschrift, 40 bis 60 Wörter. Wer nur diesen Absatz liest, soll das Wichtigste wissen.
Abschnitte mit H2
Jeder Abschnitt beantwortet eine Teilfrage. Die H2 formuliert sie als Frage oder als klare Aussage.
Unterpunkte mit H3
Nur wenn ein Abschnitt mehrere Aspekte hat. Überschriften nie überspringen, also nicht von H2 direkt zu H4.
Fragen am Ende
Ein Fragebereich mit den Fragen, die Kunden wirklich stellen. Jede Antwort beginnt mit der Antwort.
Nächster Schritt
Ein Verweis auf die passende Leistung, eine Fallstudie oder weiterführende Artikel.
Das richtige Format für jeden Inhalt
| Inhalt | Format | Warum |
|---|---|---|
| Begriff erklären | Definition: Begriff, dann ein Satz, was er ist | Wird gern wörtlich übernommen |
| Ablauf beschreiben | Nummerierte Schritte | Reihenfolge bleibt erhalten |
| Optionen vergleichen | Tabelle mit Zeilen- und Spaltenköpfen | Unterschiede auf einen Blick |
| Aufzählen | Liste mit kurzen Punkten | Jeder Punkt ist einzeln verwertbar |
| Frage beantworten | Frage als Überschrift, Antwort im ersten Satz | Direkt zitierbar |
Sprache: konkret, belegt, ohne Füllsätze
- Konkrete Begriffe statt Allgemeinplätze. „Wir sanieren Bäder in Augsburg und im Umkreis von 30 Kilometern“ statt „Wir bieten individuelle Lösungen in der Region“.
- Zahlen nur mit Beleg. Eine Zahl ohne Quelle und Datum schadet der Glaubwürdigkeit mehr, als sie nützt.
- Keine Einleitungsfloskeln. Sätze wie „In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je“ tragen nichts bei. Sie verlängern nur den Weg zur Antwort.
- Eigene Erfahrung kennzeichnen. Was aus der eigenen Arbeit stammt, darf und soll so gesagt werden. Das unterscheidet eine Seite von tausend anderen.
- Abkürzungen beim ersten Mal ausschreiben. Ein Abschnitt, der allein steht, muss ohne die Seite davor verständlich sein.
Wer spricht hier? Absender sichtbar machen
Ein Antwortsystem gewichtet Quellen auch danach, ob erkennbar ist, wer dahintersteht. Auf jeder Seite sollte deshalb klar sein: welches Unternehmen, an welchem Ort, mit welcher Erfahrung. Bei Fachartikeln gehören Autor und Datum dazu. Auf Leistungsseiten helfen Referenzen mit echten Namen und Freigabe.
Ebenso wichtig: Diese Angaben müssen überall gleich sein. Wie das geht, beschreibt der Artikel NAP-Konsistenz.
Technische Auszeichnung
Die beste Struktur nützt wenig, wenn sie im Code nicht ankommt. Drei Punkte sind wichtig:
- Echte Überschriften. Überschriften als
h1bish3auszeichnen, nicht als fett gesetzten Text. - Inhalt im HTML. Texte, die erst per JavaScript nachgeladen werden, sehen viele KI-Crawler nicht.
- Strukturierte Daten passend zum Text. Organisation, Artikel, Fragen und Antworten nach schema.org auszeichnen, aber nur, was sichtbar auf der Seite steht.
Dazu kommt die Verlinkung: Seiten, die thematisch zusammengehören, sollten aufeinander verweisen, mit beschreibendem Linktext. Mehr im Artikel Interne Verlinkung.
Checkliste für eine Seite
- Eine H1, die das Thema nennt
- Kurzantwort oder Kernaussage direkt darunter
- Jede H2 beantwortet eine Frage, erster Satz trägt allein
- Listen, Schritte und Tabellen, wo sie passen
- Unternehmen, Ort und gegebenenfalls Autor erkennbar
- Keine Zahl ohne Beleg
- Strukturierte Daten entsprechen dem sichtbaren Text
- Mindestens zwei Verweise auf verwandte Seiten
Wie KKM-Design diese Regeln anwendet
Häufige Fragen
Muss ich für KI-Systeme anders schreiben als für Menschen?
Nein. Eine Seite, die Menschen schnell verstehen, verstehen auch Maschinen. Der Unterschied liegt in der Konsequenz: Antwort zuerst, ein Thema pro Abschnitt, keine Füllsätze.
Sind lange Texte besser?
Nicht automatisch. Entscheidend ist, ob eine Frage vollständig beantwortet wird. Ein kurzer Text, der das tut, ist besser als ein langer, der um die Antwort herumschreibt.
Wie viele Fragen gehören in einen Fragebereich?
So viele, wie Kunden tatsächlich stellen. Für eine Leistungsseite sind fünf bis acht ehrliche Fragen meist besser als zwanzig erfundene.
Kay Strack · Webdesigner und Cloud Engineer · KKM-Design