Design · Marke
Logo erstellen lassen: Ablauf, Anforderungen, Ergebnis
Ein Logo begleitet ein Unternehmen über Jahre, auf Visitenkarten, Fahrzeugen, der Website und in einem winzigen Browser-Tab. Was ein gutes Logo leisten muss und wie es entsteht.
Kurz beantwortet
Ein gutes Logo ist einfach, unverwechselbar und funktioniert in jeder Größe und Umgebung, vom Browser-Symbol bis zur Fahrzeugbeschriftung, farbig wie einfarbig. Es entsteht in mehreren Schritten: Klärung von Zielgruppe und Positionierung, Entwürfe, Auswahl und Verfeinerung, schließlich die Ausarbeitung aller Varianten und Dateiformate für Druck und Bildschirm.
Was ein gutes Logo leisten muss
- Einfach: Es lässt sich in Sekunden erfassen und aus dem Gedächtnis grob nachzeichnen.
- Unverwechselbar: Es unterscheidet sich von den Logos der Wettbewerber und verletzt keine Rechte anderer.
- Skalierbar: Es funktioniert als Favicon mit 16 Pixeln ebenso wie auf einer Hauswand.
- Einfarbig tauglich: Es bleibt erkennbar in Schwarz, in Weiß auf dunklem Grund und gestempelt.
- Zeitlos: Es folgt keinem kurzlebigen Trend, der in drei Jahren veraltet wirkt.
Die gängigen Logoarten
- WortmarkeNur Schrift
- Der Name in einer besonderen Schrift oder Schreibweise. Gut für Namen, die selbst schon prägnant sind.
- BildmarkeNur Zeichen
- Ein Symbol ohne Text. Wirkt stark, braucht aber Zeit und Präsenz, bis es mit dem Unternehmen verbunden wird.
- Wort-Bild-MarkeKombination
- Zeichen und Name zusammen. Für kleine und mittlere Unternehmen meist die beste Wahl, weil das Zeichen später auch allein stehen kann.
- BuchstabenmarkeInitialen
- Abkürzung des Namens, etwa bei langen Unternehmensnamen.
Wie ein Logo entsteht
Klären
Wer ist das Unternehmen, für wen ist es da, was unterscheidet es? Welche Werte soll das Logo transportieren, welche Logos gefallen, welche nicht, und warum?
Recherchieren
Logos der Wettbewerber und der Branche ansehen. Ziel ist, sich abzuheben, nicht einzureihen.
Skizzieren und entwerfen
Erst in Schwarz-Weiß, ohne Farbe. Ein Logo muss zuerst über seine Form funktionieren.
Auswählen und verfeinern
Wenige Entwürfe in realen Anwendungen zeigen: auf der Website, der Visitenkarte, als Favicon. Dann einen Weg auswählen und verfeinern.
Ausarbeiten
Farben festlegen, Varianten für hellen und dunklen Grund, quer und hochkant, mit und ohne Zusatz.
Übergeben
Alle Dateien in den passenden Formaten und eine kurze Anleitung zur Verwendung.
Welche Dateien Sie am Ende bekommen sollten
| Format | Einsatz |
|---|---|
| SVG | Website, beliebig skalierbar, scharf auf jedem Bildschirm |
| PDF oder EPS | Druckerei, Werbetechnik, Fahrzeugbeschriftung |
| PNG mit transparentem Hintergrund | Office-Dokumente, Präsentationen, soziale Netzwerke |
| Favicon und App-Symbol | Browser-Tab, Lesezeichen, Startbildschirm auf dem Handy |
Dazu gehören die Farbwerte für Bildschirm (RGB, HEX) und Druck (CMYK, gegebenenfalls Pantone) und Varianten für hellen und dunklen Hintergrund.
Typische Fehler
- zu viele Details, die in kleiner Größe verschwimmen
- ein Farbverlauf, der einfarbig nicht mehr funktioniert
- eine Schrift, die nur in einer Größe gut lesbar ist
- Symbole, die jeder in der Branche verwendet, etwa Dach und Haus bei Immobilien
- nur eine Variante, die auf dunklem Grund nicht mehr funktioniert
Logo und Website zusammen denken
Ein Logo steht nie allein. Farben, Schriften und Formen der Website sollten sich daraus ableiten. Wer Logo und Website getrennt entwickeln lässt, riskiert, dass beides nicht zusammenpasst. Wie aus dem Logo ein ganzer Auftritt wird, erklärt der Artikel Corporate Design.
Aus der Praxis von KKM-Design
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Entwicklung eines Logos?
Das hängt davon ab, wie klar die Vorstellungen sind und wie schnell Entscheidungen fallen. Die meiste Zeit kostet erfahrungsgemäß nicht das Zeichnen, sondern die Abstimmung.
Kann ich ein bestehendes Logo modernisieren lassen?
Ja. Oft ist eine behutsame Überarbeitung besser als ein Neuanfang, weil Kunden das bestehende Logo kennen. Typisch sind vereinfachte Formen, eine besser lesbare Schrift und neue Varianten.
Reicht ein Logo aus einem Online-Generator?
Für den allerersten Start vielleicht. Solche Logos sind aber selten unverwechselbar, und die Rechte sind oft unklar. Für ein Unternehmen, das wachsen will, lohnt sich ein eigenes Logo.
Kay Strack · Webdesigner und Cloud Engineer · KKM-Design